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10.06.03 22:09:47

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Am Anfang stand eine Idee ...

Große Veranstaltungen zu organisieren, und das ohne große Kosten zu verursachen! Die Zeit war Reif die „Schmuddelkinder", die die HIV und AIDS verbreiten, und deren Freunde stehen zusammen und tun etwas gegen, die Ignoranz der Gesellschaft und treiben Spenden ein für dringend benötigte Projekte.

Spätsommer 1992, in einem Friseursalon in der Greifswalder Str. sitze ich (Lutz Kretschmann) und lasset mir die Haare von meinen Freund Willi Prange ( Front ), schneiden. Ich fragt Willi, ob er nicht, mit mir der Meinung ist, das die Partys die Willi mit seinen Freund Phillip und der Crew vom Front, im Front in den vergangenen Jahren organisiert hat, jetzt aus dem Kellerdasein heraus müssten? Das es an der Zeit ist, größere Veranstaltungen an offizielleren Veranstaltungsorten zu organisieren? Dem stimmte Willi zu, aber seine Fragen war, für wenn soll das Geld gesammelt werden? Die AIDS-Hilfe, nö, die holt ja nicht mal die Spenden ab. Damit waren die Haare geschnitten und die Idee begraben, erst einmal.

Nach einer Woche auf einen kurzen Kaffee noch mal zu Willi, wieder darüber geschnackt, und dann die Lösung gefunden: Wir machen es für die AIDS Hilfe, aber er war nur damit einverstanden wenn ich das „Administrative" übernehme. Gesagt getan, mit der AIDS-Hilfe gesprochen, gefragt ob sie mit uns eine große Veranstaltung organisieren will. Was war die Antwort? Nein, das Risiko ist zu groß! Die Lösung wurde dann gefunden, wir organisieren das ganze im Namen der AIDS Hilfe, diese stellt die Spendenquittungen aus und regelt das Procedere mit den Behörden. Auf unser eigenes Risiko, gut das war geschafft. Aber nun ging es richtig los. Willi und ich luden alle unsere Freunde zu ihm in den Frisiersalon ein und wir erzählten von meiner Idee, diese kam gut an. Es wurde von vornherein darauf geachtet, das wir uns in Arbeitsgruppen organisierten und diese waren professionell zu besetzen denn nichts ist z.B. für einen Werber schlimmer, den man Arbeitsleistung für nothing aus dem Kreuz leiern möchte, wenn er die Werbung und ihre eigne Sprache erst einen Typen Sandalen erklären muss, der von 2c und 4c oder Litohs keine Ahnung hat, und so war es in der Gastronomie-, Deko-, Tombola- Gruppe. Der Veranstaltungsort war schnell gefunden das Curio Haus. Es arbeiteten an diesem Tag/ Abend /Nacht / Morgen ca. 120 engagierte Menschen, auf der Bühne waren Künstler wie....... die ohne Gage auftraten, bei der Tombola ging jeder, wirklich jeder mit einem Gewinn nach Hause, Nieten hatten wir nicht. Ja, und nun das Ergebnis, nein noch nicht, für mich bedeutete dieser Abend besonders viel, erstmalig musste ich in meinen Leben eine Rede halten vor über 1500 Menschen, schweißgebadet stand ich mit meinen Frack auf der Bühne, und ich hatte das Gefühl jeder / jede hat es gemerkt. Aber, es hat sich gelohnt, eine Welle der Begeisterung ging durch das gesamte big spender Team, und durch die Gäste. Die Presse berichtet über den großartigen Abend. Ja, big spender Team so haben wir uns genannt, denn wir wollten von vornherein etwas Großes schaffen und auf die Beine stellen. Doch nun zum Ergebnis 100.000 DM kamen bei dieser ersten Red Hot and Dance im Jahre 92 zusammen. Kosten hatten wir so gut wie keine, denn alles war geschnurrt, gespendet, die Welle der Hilfsbereitschaft war grandios, alle ließen sich vom Elan und Engagement unseres Teams anstecken. Die Endscheider in den Firmen merkten wir würden nicht locker lassen, wollen nichts für uns selber sondern für Menschen / Freunde die der Hilfe dringend benötigen.

Das war Red Hot Dance 92, nun war uns allen klar irgendwie muss es weiter gehen.

Im Frühjahr 93 wurde dann im Front der Verein big spender Förderverein zur Finanzierung von AIDS - Hilfe - Projekten im Front gegründet. Wir überlegten was können wir sonst noch auf die Beine stellen? So schauten wir uns aus den USA und GB den Walk for Life ab, und machten daraus UM die Alster gegen AIDS.

In den darauf folgenden Jahren arbeiteten wir im Privaträumen, dann wurde uns klar, diese Situation muss verbessert werden, wir fanden günstige Büroräume in der Bäckerstraße. Auch diese wurden schnell zu klein und nach einigen Suchen konnten wir in die jetzigen Räume einziehen in der Brennerstr. 90, in dem wir jetzt seit 19.. arbeiten. Ich hatte in der zwischen zeit meinen Arbeitsplatz aufgegeben als Catering Manager und arbeitet für den Verein ehrenamtlich, irgendwann war es absehbar das dass Arbeitslosengeld ausläuft, und so ging der Gang auf die Behörden los. Big Spender brauchte einen Büroleiter, und nach vielen Gesprächen, wurde ich für 1 Jahr ABM Kraft bei BS und nach einem Jahr, lief die Förderung aus, und wir beantragten andere Mittel, die hatten nur den Nachteil das, ein nicht unerheblicher Anteil vom Verein selber aufzubringen war, dieser aber sagte: Wir geben kein Geld für Personal aus. Punkt. Was nun? Also was kann ich am Besten? Geld für einen guten Zweck organisieren. Ja, und dann haben Freund und Bekannte Geld gespendet, dafür das ich weiter für bs arbeiten konnte, Netto wäre mir das Geld lieber gewesen, so wurde es versteuert und es kam wie man sich denken kann nicht mehr soviel dabei raus, aber darum ging es auch nicht. In diesen Jahren hat big spender Dependancen in München und Berlin mit auf gebaut (leider sind die irgendwann eingegangen) Wir haben über 1. Mio. an Spenden gesammelt, durch big spender konnte das Projekt Hospiz überhaupt weiter verfolgt werden, es war nämlich wegen fehlender Mittel in der Schublade verschwunden.

Viele Menschen konnten in den Urlaub fahren um sich vom Alltag mit HIV Und AIDS zu erholen. Einige von ihnen leben heute nicht mehr, aber wir haben etwas für sie getan, haben sie nicht alleine gelassen.

Das alles, die Gespräche mit den Menschen im Büro, die Geld brauchten aber auch mit den Bürgern z.B. auf dem Straßenfest Lange Reihe die um Geld gebeten wurden, dies hat mir persönlich viel gegeben und hat mich in meiner Arbeit bestätigt. Was ist aus eine Idee geworden? Ich finde, niemand kann es mehr einschätzen als einer der die Idee hatte, ich bekomme Gänsehaut, bei den Gedanken, wie viele Menschen sich für big spender engagieren , ihre Freizeit opfern, sich einen Urlaubstag nehmen. Diese Engagement ist in Hamburg einmalig, big spender ist in Hamburg, wenn nicht sogar in Deutschland einmalig, dies soll uns bewusst sein, darauf können wir big spender stolz sein. Der Dank gilt all jenen die mitgearbeitet haben und mitarbeiten, jeder so wie er konnte, und den vielen, vielen Sponsoren und Spendern die uns über all die Jahre unterstützen.

Dieses Jahr ist das Jahr des Ehrenamtes, wir haben in den vergangenen Jahren das Ehrenamt gelebt und darauf können wir stolz sein.

Ich bin war vier Jahre Abgeordneter in der Hamburgischen Bürgerschaft, das ich da bin und arbeite, dazu hat big spender ganz wesentlich beigetragen.

Euer Lutz Kretschmann

 

 

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Stand: 10.06.03 22:09:47